FOVE

Über FOVE

Status In Entwicklung
Verkaufsstart Auslieferung der über die Kickstarter-Kampagne bestellten und so finanzierten Modelle soll im Mai 2016 erfolgen
Preis Auf Kickstarter ab 375 US Dollar; Endpreis für Verbraucher steht noch aus.
Die VR-Brille FOVE wurde von Lochlainn Wilson und Yuka Kojima entwickelt. Der Prototyp wurde Anfang 2015 vorgestellt, gefolgt von einer Kickstarter-Kampagne. Die Kampagne wurde Anfang Juli 2015 erfolgreich abgeschlossen. Auf Kickstarter konntest du die VR-Brille für um die 400 US Dollar bekommen, wahlweise auch für mehr, dann aber gleich inklusive Developer Kit, d. h. Zugriff auf SDK, Docs, Plug-Ins usw. Dass FOVE gutes Potenzial mit sich bringt, merken nicht nur Unterstützer auf Kickstarter, sondern auch Samsung. Obwohl das Unternehmen eigene VR-Brillen herstellt, die Samsung Gear VR, hat es in FOVE investiert. So kann sich FOVE weiter an die Verbesserung der Hardware sowie eine Integration von Valve Lighthouse Positionstracking machen.

Passform und Tragekomfort der FOVE

Frühere Versionen der FOVE hatten Riemen, mit denen du die VR-Brille an deinem Kopf festgezogen hast. Wie zur Feier des erfolgreichen Abschlusses seiner Kickstarter-Kampagne hat FOVE auch in diesem Punkt nachgelegt und ein neues Design vorgestellt. Die VR-Brille hat jetzt eine in Stufen verstellbare, bewegliche Art Spangen. Wie in älteren FOVE Promo-Videos zu sehen (diese noch mit dem alten Riemen-Haltesystem) passt die Brille sowohl Erwachsenen als auch Kindern.

Gewicht

Das Gewicht seiner Brille gibt FOVE mit 400 Gramm an und bewegt sich damit im Durchschnitt der Head Mounted Displays.

Sound

FOVE hat noch keinen Sound-Anschluss, jedenfalls nicht in den vorgestellten Prototypen. Die endgültige, 2016 erscheinende Version, für die du dich auf eine Warteliste setzen kannst, soll 3,5 mm-Anschlüsse haben, so dass du auf Audio nicht verzichten musst.

Display der FOVE

Das in der FOVE verwendete LCD hat eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel – eine sehr gute also. Die Framerate dagegen ist vergleichsweise gering. Sie liegt bei 60 Hertz, soll aber bis zur endgültigen Consumer Version auf 90 Hertz erhöht werden. Gut auch das Sichtfeld: Es beträgt 100 Grad, liegt also im oberen Mittelfeld vergleichbarer VR-Brillen. Das Display selbst hat eine Bildschirmdiagonale von 5,8 Zoll.

Tracking

FOVE ist eine der ersten VR-Brillen, die sich an Eye-Tracking versucht. Dabei werden die Bewegungen deiner Augen mit einer Infrarotkamera erfasst, und das in einer Abtastrate von geplant 120 Hertz und mit einer Genauigkeit bis zu 0,2 Grad. Je nach Spiel oder Anwendung lösen bestimmte Augenbewegungen bzw. Blicke auf Objekte dann Handlungen aus – du schießt mit den Augen, spielst mit ihnen Klavier…. kurz: du agierst in der virtuellen Welt. Auch über Headtracking verfügt FOVE. Zudem arbeitet es an einer Integration des innovativen Valve Lighthouse Positionstracking.

Latenz

Die Latenz liegt bei 30 ms zwischen Pupillenbewegung und Frame-Ausgabe, also zwischen deiner Handlung und der Reaktion bzw. Anpassung der virtuellen Umgebung darauf. Das ist recht viel und bemerkbar, soll aber ebenso wie andere technische Details bis zum Erscheinen der Consumer Version noch verbessert werden.

Bedienung / Controller

Deine Augen werden auf die in der Brille eingebauten Eye-Tracker kalibriert. Das dauert etwa eine Minute, danach kannst du sofort loslegen und mithilfe von Augenbewegungen in der virtuellen Umgebung agieren. Fokussierte Bereiche werden schärfer dargestellt als die Bereiche, die du nicht direkt anschaust – eine weitere FOVE-Innovation. Das ist nicht nur realistischer, sondern auch besser umsetzbar. Der GPU-Rendering-Aufwand ist so viel geringer, als wenn stets das komplette Display-Bild berechnet werden müsste.

Spiele und Software für FOVE

Die Prototypen nutzten Demos, die auf Unity basierten. Dazu sollen laut Herstellerangaben aber auch die Engines Unreal und Cryengine unterstützt werden. FOVE verspricht weitere Integrationsmöglichkeiten schon existierender Spiele und Software; entsprechende Tools kannst du dir als Entwickler von FOVE besorgen. Besonders aber verspricht die VR-Brille, den GPU-Rendering-Aufwand zu senken, da immer nur die Bereiche scharf dargestellt werden, die du direkt anschaust. Das befreit eine Menge Rechner-Kapazitäten, so dass FOVE auch mit einem nicht extra aufgerüsteten PC genutzt werden kann – oder auf Mac OSX oder Linux, denn auch mit diesen Betriebssystemen ist die VR-Brille kompatibel.

Mobilität

Die FOVE VR-Brille ist leider nicht kabellos. Vielleicht steht aber auch Kabellosigkeit auf der Liste der Verbesserungen, an die sich FOVE jetzt nach erfolgreicher Finanzierung machen kann.

Brillennutzer und FOVE

Für Brillenträger ist FOVE nur bedingt geeignet. Die Brille kann zwar unter der VR-Brille aufgesetzt bleiben, da diese aber Augenbewegungen verfolgt und auf Grund derer operiert, kann das Aufbehalten einer Brille problematisch werden. Je größer deine Brille jedoch ist, um so größer sind auch die Chancen, dass der Rahmen die Verfolgung deiner Augenbewegungen nicht blockiert – hier haben also Riesenbrillen die Nase vorn, sofern sie sich noch bequem unter der VR-Brille tragen lassen.

Einstellung der Sehschärfe

Die Sehschärfe kannst du mit FOVE nicht einstellen, die VR-Brille jedoch mit Kontaktlinsen benutzen, vorausgesetzt, es handelt sich dabei um klare Kontaktlinsen. Wie auch bei einer Brille würden jedoch z. B. getönte Linsen das Tracking deiner Augenbewegungen erschweren.

Besonderheiten der FOVE

Das Prinzip des Eye-Tracking ist schon recht lange bekannt und genutzt, etwa in der Marktforschung oder Medizin, z. B. als Interaktionshilfe gelähmte Menschen. Dass wir mit den Augen kommunizieren, ist auch nichts Neues. FOVE hat sich das entsprechend als Vorbild genommen. Wenn du mithilfe der VR-Brille eine Person in der VR-Welt anschaust, reagiert sie auch darauf, kommuniziert, lacht usw. FOVE verspricht also virtuelle Interaktion auf einem neuen Level und nicht nur auf Unterhaltungsebene. Auch Anwendungen im Gesundheitssystem oder im Bildungsbereich sind denkbar.

Videos zu FOVE

FOVE selbst stellt die VR-Brille in folgendem Promo-Video vor:

FOVE in Aktion siehst du hier:

Dieses Video ist auf japanisch, aber dennoch sehenswert. Es zeigt, wie man mithilfe der FOVE Klavier spielen kann:

Quellen und Social Media

VOVE hat mit seiner Idee des Eye-Tracking für einiges Aufsehen gesorgt. So berichtet Heise über die ersten Gehversuche der VR-Brille und Golem über das Kickstarter-Projekt. Wenn du das Kickstarter-Projekt selbst verfolgen willst, schau mal auf die Kickstarter-Seite. Auch auf dem hauseigenen FOVE YouTube-Kanal findest du Infos zur VR-Brille. Auf Twitter und Facebook werden die neuesten Entwicklungen, Pressemeldungen usw. gepostet. Über die kürzliche Investition von Samsung in FOVE berichtet Tech Times.

FOVE: Das Fazit

Hier kriegst du eine VR-Brille, die deine Augen als Bewegungs- und Interaktionsgrundlage nimmt. Das ist ein toller Ansatz. Hoffen wir, dass die endgültige Umsetzung genauso toll wird, am besten ergänzt um viele Games, die sich der VOVE Brille eröffnen. Klare Empfehlung!

FOVE Erfahrungen

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