Google Jump

Über Google Jump

 Status In Entwicklung
Kompatible Brillen Google Cardboard empfohlen
Kompatible Plattformen Alle
Preis 15.000 USD (für das Komplettpaket)
Google macht Sachen einfach – so auch in VR. Mit der Google Jump wird virtuelle Realität zum Mainstream-Produkt. Du brauchst kein riesiges technisches Wissen mehr, um deinen eigenen 3D-Film zu drehen. Stattdessen nutzt du einfach Google: Google Jump beim Drehen des Filmes; Google-Software beim Stitching, dem Zusammenfügen der Aufnahmen aus den verschiedenen Kameras des Jump zu einem Film; und Googles webbasierten Player (sprich: YouTube) sowie Google Cardboard zum Ansehen des 360-Grad-Erlebnisses.

Die Technologie hinter Google Jump

Die Jump an sich ist eigentlich keine richtige Kamera – es ist ein Rig, also eine Halterung, in die du Kameras einsetzen kannst. Es gibt Platz für 16 ringförmig angeordnete Kameras. Durch die später zusammengefügten Aufnahmen der einzelnen Kameras ergibt sich so ein 360-Grad-Bild. Theoretisch könntest du jede beliebige VR-geeignete Kamera mit dem Jump-Rig benutzen; Google hat sich aber auf GoPro eingeschossen. Wenn du Jump im Komplettpaket mit diesen GoPro-Kameras kaufst, kostet dich das 15.000 USD. Dafür bekommst du 16 HERO4 Kameras mit 16 Micro-SD-Karten, angeordnet im Odyssey Rig, der Halterung, 16 Bacpacs und dazu eine Tragetasche sowie Kabel und Zubehör. Die Kameras kombiniert erstellen wahlweise ein 2K x 2K-Video mit 150 Mbit/s oder ein 8K x 8K-Video mit 600Mbit/s.

Formate

Die 16 Einzelvideos, die du mit Jump erstellst, sind im Format MPEG4, wenn sie mit dem Jump Assembler zu einem einzelnen Video im Over/Under-Format zusammengefügt werden. Over/Under (auf Deutsch auch mal „Top/ Bottom“ genannt) bildet die zwei Perspektiven für das rechte und linke Auge übereinander ab (statt nebeneinander wie im Side by Side-Format). Aber das musst du eigentlich nicht wissen – Google Jump nimmt dich auch beim Erstellen deines fertigen 3D-Films an die Hand und lässt Jump Assembler für dich arbeiten. Diese Software ist eine sogenannte Stitching-Software, „näht“ also die Einzelbilder zusammen, so dass sie ein einziges 360-Grad-Bild ergeben. Und wie kommst du an die Software? Ganz einfach: Du lädst dein Filmmaterial auf den Google-Server hoch; das Rechnen und Zusammenfügen wird dort für dich erledigt.

Inhalte

Google übernimmt auch das Teilen deiner Inhalte für dich. Dein fertiges Video kannst du mittels YouTube anschauen. Zeitgleich mit Jump soll ein eigener Kanal an den Start gehen, der explizit für das Anschauen von 3D-Inhalten gedacht ist. Du kannst deinen Film von da aus abspielen, entweder mithilfe der Google Cardboard als VR-Brille, oder auch ohne VR-Brille, wenn du diese gerade nicht zur Hand hast. Ohne Brille, also nur auf dem flachen Bildschirm vor dir gesehen, ist dein Film nicht wirklich immersiv, aber immer noch 360 Grad. Du bewegst dich mittels Pfeiltasten durch das Bild. YouTube wird so zum VR-Player ohne VR-Brille, den du jederzeit und überall da nutzen kannst, wo du Internet-Zugang hast.

Besonderheiten von Google Jump

Ähnlich wie für die Google Cardboard, die VR-Kamera aus dem Hause Google, will Google auch für Jump Konstruktionspläne bereitstellen. Die Größe und Durchmesser des Rigs, die Halterung für die Kameras und die Anordnung dieser sind ein entscheidender Faktor dafür, ob ein wirklich nahtloser Film dabei herauskommt, wenn du die 16 einzelnen Aufnahmen am Ende zusammenfügst. Wenn dir Jump an sich zu teuer ist, kannst du dich also mit etwas Geschick und mithilfe der Konstruktionspläne ans Erstellen einer eigenen Halterung machen und diese mit beliebigen Kameras befüllen.

Trailer und Videos

Google Jump wurde auf der jährlichen Google Developer Konferenz vorgestellt:

USA Today wirft einen Blick auf die Jump-VR-Vision:

Google Jump: Fazit

VR für alle – das ist die Idee hinter Google Jump. So weit, so gut, nur: der Preis! 15.000 USD sind kein Pappenstiel. Sich alternativ nach den Bauplänen der Kamera eine eigene Jump zu bauen, ist auch nicht jedermanns Sache. Eines aber ist doch toll an Jump: Deine Filme einfach hochzuladen und vom Jump Assembler zu einem 360-Grad-Film verweben zu lassen, macht das Leben doch einfacher als dich selbst mit diversen Stitching-Programmen auseinandersetzen zu müssen. Google Jump ist also doch VR für alle, nur eben zu einem recht hohen Preis.

Google Jump Erfahrungen

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