Nvidia: Neues Renderverfahren für besser VR

Nvidia: Neues Renderverfahren für besser VR

Nvidia hat auf seinem Blog ein neues Renderverfahren vorgestellt. Es heißt Lens Matched Shading und kann bis zu 15 Prozent Rechenleistung einsparen.

Wer hochwertige VR-Erlebnisse mit HTC Vive oder Oculus Rift erleben will, der braucht einen leistungsstarken PC. Doch gerade das macht VR für viele Nutzer dann doch uninteressant bzw. zu teuer. Da ist es hilfreich, wenn neue Verfahren helfen, Systemressourcen zu sparen. Nvidia stellte ein neues Renderverfahren vor, das hilft, genau dies zu erreichen.

Lens Matched Shading

Mit Lens Matched Shading wird das Bild nicht mehr vollständig gerendert, sondern der entsprechenden Linsenform der VR-Brillen-Optik angepasst. Auf die überflüssigen Pixel wird dabei verzichtet. Der Betrachter der VR merkt davon nichts.

Bild: nvidia

Bild: nvidia

Bei der Bilderreihe siehst Du links das herkömmliche Bild. Es besitzt 2,1 Megapixel, die alle berechnet werden müssen. Das zweite Bild ist im ersten Durchgang mit Lens Matched Shading berechnet wurden. Es hat lediglich 1,4 MP. Das dritte Bild ist das Endresultat. Hier müssen nur noch 1,1 MP gerendert werden. Das ist auch der Bereich, der effektiv durch die Linse sichtbar ist.

Everest VR nutzt das Verfahren

Bei der, für die HTC Vive erhältlichen VR-Erfahrung Everest VR, wird das Verfahren bereits angewandt. Wer also mit einer Nvidia-Grafikarte auf den Mount Everest stürmt, der schont seine Systemressourcen. Insgesamt muss hier 15 Prozent weniger Leistung aufgebracht werden. Die kann dann in die Stabilisierung der Bildrate oder für weitere Grafikeffekte genutzt werden.

Das denken wir von ARVZone.com

Das Verfahren ist der richtige Schritt auf einen wichtigen Weg. Nur wenn die Hardwareanforderungen an die Systeme sinken, ohne die Qualität der VR zu mindern, wird sie sich im Massenmarkt durchsetzen. Einfach weil die Systeme dann preiswerter werden. Der nächste Schritt wird das Eye-Tracking sein. Bei diesem werden dann nur noch die Bildausschnitte hochwertig gerendert, die der Nutzer tatsächlich ansieht. Damit würden die Hardwareanforderungen auf ein Zehntel sinken.

 

Bild: nvidia

(tk)