Oculus Rift: Eyetracking Firma gekauft

Oculus Rift: Eyetracking Firma gekauft

Eyetracking ist eine der Technologien, die in der VR-Branche für Hoffnung sorgt. Nun übernehmen Facebook und Oculus VR das dänische Startup„The Eye Tribe“.

Stationäre VR-Brillen wie die Oculus Rift und HTC Vive haben ein großes Problem, sie brauchen enorm viel Rechenkapazität. Nutzer müssen also nicht nur die recht teuere VR-Brille kaufen, sondern auch noch für einen leistungsstarken PC tief in die Tasche greifen. Wohl mit ein Grund, weshalb die Verkäufe der Brillen nicht recht in die Gänge kommen.

Eyetracking spart enorm Rechenkapazität

Mit Eyetracking lässt sich dieses Problem lösen. Mittels Foveated Rendering kann das System nur den Bereich detailliert darstellen, den der Brillennutzer ansieht. Alles drum herum wird schlechter aufgelöst präsentiert. Davon bekommt der VR-User nichts mit. Im Gegenteil, das Seherlebnis kann durch diese Technologie sogar dem realen Sehen angepasst werden. In der Realität wird auch immer nur ein bestimmter Bildausschnitt scharf fokussiert. Auf jeden Fall spart dieses Verfahren enorm Rechenleistung, da die Grafikkarte nur noch den fokussierten Bereich hochauflösend berechnen muss.

The Eye Tribe überzeugt mit Preis

Nun ist die Eyetracking-Technologie nicht gerade preiswert. Das dänische Startup „The Eye Tribe“ schafft es, diese Technologie zu einem Zehntel bis Hundertstel des Preises vergleichbarer Systeme anzubieten. Also gerade richtig, um sie in ein Gerät für den Massenmarkt einzusetzen. Bis allerdings Foveated Rendering ein gängiges Feature wird, müssen noch einige Hürden überwunden werden. Dazu gehört etwa eine Grafikschnittstelle, die von jedem System unterstützt wird. Auch muss das Eyetracking so präzise arbeiten, dass der Nutzer davon nichts merkt.

Facebook setzt auf Technologie

Der Cheftechniker von Oculus Michael Abrash, hatte schon auf der Connect 3 im Oktober von der Technologie geschwärmt. Er prognostizierte, dass sie sich in den nächsten fünf Jahren durchsetzen wird. Zu dem Zeitpunkt war der Deal mit „The Eye Tribe“ sicher bekannt. Also wird wohl die Übernahme des Unternehmens die Entwicklung nicht beschleunigen. Allerdings sollte ja auch bald die Fove (zumindest in der Entwicklerversion) erscheinen. Und sicher wird auch HTC Eyetracking in eine seiner nächsten VR-Brillen einsetzen wollen. Die Konkurrenz schläft also nicht. Vielleicht wird die Technologie dann doch eher Einzug halten, als von Abrash prognostiziert.

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Bild: the eye tribe

(tk)