playstation vr brille
Playstation VR Brille

Das brauchst du für Playstation VR

Zunächst brauchst du die Playstation-VR-Brille und eine Playstation-4-Konsole. Außerdem eine Playstation-Kamera sowie Controller.

Zusammengefasst:

Macht zusammen: ca. 842 Euro.

Ist das viel? Kommt darauf an. Oculus Rift und HTC Vive sind jeweils – inkl. High-End-PC für 1.000 Euro – etwa doppelt so teuer. Dafür ist jedoch auch die Leistung höher.

Bis Ende des Jahres gibt es ca. 50 Spiele für Playstation VR. Aktuell sind immerhin volle 160 Titel in der Entwicklung!

Die Playstation VR-Brille (vormals “Sony Morpheus”) wurde zunächst nach dem griechischen Gott der Träume benannt. Denn in Träume bzw. virtuelle Welten tauchst du mit der Brille auf jeden Fall ab. Den ersten großen, lang ersehnten europäischen Auftritt hatte die Playstation VR auf der Game Developers Conference im März 2015, nachdem über vier Jahre an ihr gearbeitet wurde. Auf der Conference wurde der neueste Prototyp vorgestellt und konnte ausführlich getestet werden. Die Reaktionen waren – wie erhofft und erwartet – begeistert. Im Vergleich zu vorherigen Prototypen hatte die Playstation VR noch um Einiges zugelegt, sowohl von den technischen Ausstattung der Brille her als auch von der Kompatibilität zu Spielen, vor allem zur Playstation. Nicht zu unrecht wird die Playstation VR auch als Playstation4-Cyberbrille bezeichnet, denn sie ist dafür optimiert. Als externe Recheneinheit greift ihr die Playstation4 unter die Arme, um nötige Rechen- und Positionstracking-Prozesse zu ermöglichen. Über den Preis schweigt sich Sony noch aus. Aber Andeutungen von Sony Managern lassen darauf schließen, dass er sich im Bereich einer neuen PS4 bewegen wird. Besonders schön an der VR-Brille, auch für deine Mitspieler ist gesorgt. Sie können auf einem externen Monitor verfolgen, was du in der virtuellen Welt so alles treibst.

Passform und Tragekomfort

Schon im 2014 vorgestellten Modell der Playstation VR wurde Tragekomfort großgeschrieben. Die VR-Brille ist gut gepolstert, sitzt also komfortabel auf deinem Kopf, ohne zu drücken. Du kannst sie deinem Kopf gut anpassen, indem du das Trageband verstellst. Ebenso kannst du das Visier der Playstation VR anpassen und es je nach Bedarf weiter weg oder näher an dein Gesicht heranziehen. Dazu gibt es auch einen Entriegelungsknopf, der dafür sorgt, dass das Auf- und Absetzen leicht von sich geht. Neben all diesem Komfort ist die Playstation VR auch optisch einer futuristisch angehauchten Bügelbrille ähnlicher als einer klobigen Taucherbrille – noch ein Pluspunkt.

Gewicht der Playstation VR

Die Playstation VR sieht im Vergleich zu anderen VR-Helmen nicht nur weniger klobig aus, sondern fühlt sich auch so an: fast federleicht. Die Brille wurde so konstruiert, dass die gewichtige Technik auf dem vorderen Schädel statt auf der Nase gelagert ist. Die Playstation VR verspricht also, lange getragen werden zu können, ohne dass sie dir im wahrsten Sinne des Wortes zur Last fällt. Da sich das Visier der VR-Brille zudem unabhängig vom Sitz der Brille einstellen lässt, kannst du damit die Gewichtsverlagerung noch feinjustieren.

Sound

Die letzte vorgestellte Version der Playstation VR hatte noch keinen integrierten Kopfhörer, sondern nur einen Klinkenstecker. Deine Kopfhörer musstest du also noch recht umständlich über eine Buchse im Inneren der Brille anschließen. Bis zum Verkaufsstart der Brille im Jahr 2016 soll das jedoch verbessert werden. Und nicht nur das: Der versprochene integrierte 3D-Sound ist positionsabhängig. Das heißt, dass er sich an der Geräuschkulisse und deiner Bewegung im jeweiligen Spiel orientiert. Die Geräusche werden in Echtzeit angepasst, folgen dir und dem, was du in der virtuellen Umgebung tust. Das verspricht ein großes Plus an Immersion – so berichten es auch Nutzer, die die Brille bereits testen konnten. Ebenso wie in die Bilder der virtuellen Welt tauchten sie nahtlos in die Geräuschkulisse ein und fühlten sich in ihr ebenso schnell komplett „verloren“ wie in der optischen Komponente.

Display

Der neueste, auf der Game Developers Conference im März 2015 vorgestellte Prototyp der Playstation VR punktete bereits mit Verbesserungen gegenüber älteren Modellen. So hat die Playstation VR jetzt ein OLED-Display mit einer Bildschirmdiagonale von 5,7 Zoll statt der vorigen 5 Zoll. Die Auflösung wurde ebenfalls noch weiter verbessert und beträgt jetzt 1.920 x 1.080 Pixel (960 x 1.080 pro Auge). Auch das Sichtfeld ist angewachsen: auf 100 Grad. Durch das Tracking kommt es jedoch zum 360°-Effekt, denn deine Bewegungen werden aufgezeichnet und in die virtuelle Welt übersetzt bzw. diese deinen Bewegungen angepasst. Drehst du den Kopf, erweitert sich auch das gesehene Spielfeld in die Richtung, in die du schaust. So hast du das Gefühl, vollständig von der virtuellen Welt umgeben zu sein, links, rechts, oben, unten… Das alles ist schon super; noch mehr zugelegt im Vergleich zur vorherigen Version hat die Playstation VR aber auch bei Bildwiederholungsrate. Sie hat sich dank Interpolation von zuvor 60 auf jetzt 120 Bilder pro Sekunde verdoppelt.

Tracking

Auch beim Tracking hat Playstation VR einiges zu bieten. Neun an der VR-Brille befestigte LEDs sorgen für das Verfolgen deiner Bewegungen im Raum. Die Position der Brille (und somit eben deine Postion, da du die VR-Brille ja trägst) wird über diese neun Leuchtdioden bestimmt, die sich sowohl an der Vorder- als auch Rückseite der Brille befinden. Die Playstation-Eye-Kamera nimmt diese Bewegungen auf und übermittelt sie an die Konsole, wo sie ins Spiel eingerechnet werden. Ebenso wie die Position der Brille wird auch die Position der Move-Controller und des Playstation4-Gamepads im Raum verfolgt. Das heißt, dass nicht nur du, sondern auch die Controller in der virtuellen Welt vertreten sind. So kannst du die Controller z. B. als Waffe nutzen, sie in „echt“ durch die Luft sausen lassen und diese Bewegung im Spiel als Schwertschlag wiedergegeben sehen. Das eröffnet ein ganz neues Level an Erfahrungen.

Latenz

Die Latenz der VR-Brille sollte so gering wie möglich sein. Unter Latenz versteht man die Verzögerungszeit, also die Zeit, die es braucht, deine Bewegungen in der „echten“ Welt in die virtuelle zu übersetzen. Schaust du nach oben, sollte sich auch das Bild entsprechend anpassend und zwar am besten sofort, denn sonst meldet dein Körper, dass da irgendwas nicht in Ordnung ist und dir wird im schlimmsten Fall schwindlig und schlecht. Beim letzten vorgestellten Prototyp der Playstation VR berichteten Tester noch von einer bemerkbaren, aber akzeptable Verzögerung der Grafikdarstellung. Mittlerweile wurde die Latenz aber auf 18 Millisekunden gesenkt. Das ist der Bereich, in welchem keine Probleme mehr auftreten sollten.

Playstation VR: Bedienung / Controller

Sony greift bei der Steuerung auf den Dualshock-4-Controller sowie die Move-Controller zurück. Deren Bewegungen werden ebenso wie die Bewegungen deines Kopfes in der VR-Brille vom Playstation Eye der Playstation4 erfasst und ins Spiel integriert. So kannst du deine Hände in der virtuelle Welt sehen und nutzen, damit tatsächlich nach Waffen greifen, mit diesen schießen, stechen oder schlagen. Beide Hände kannst du dabei unabhängig voneinander bewegen (in jeder Hand einen Move-Controller). Nur auf deine Beine musst du noch verzichten, was mitunter komisch ist, wenn du zum Beispiel den angreifenden Hai aus der “The Deep”-Demo erst mit den Händen abwehren willst (was optisch funktioniert), dann aber doch lieber davonrennen bzw. – schwimmen willst (was sich nicht optisch überträgt). Dennoch spielt die Playstation VR nahezu perfekt mit den Move- sowie Dual-Shock-Kontrollern der Konsole zusammen und ergänzt mit ihnen die Daten der in der Brille selbst eingebauten Beschleunigungs- und Bewegungssensoren. Damit die Playstation dabei nicht zu sehr von der Grafikberechnung in Anspruch genommen wird, gibt es zur VR-Brille noch eine kleine Extra-Box dazu, die genau das erledigt.

Spiele und Software

Auf der Game Developers Conference im März 2015 wurden erste Spiele bzw. Sequenzen daraus vorgestellt, z. B. der Weltraum-Shooter Eve Valkyrie. Besonders begeistert waren die Tester aber eher von den Demos virtueller Welten, in die sie abtauchen konnten. Hier machte die Playstation VR wieder wett, was sie an Spielen noch nicht parat hatte. So gab es die Unterwasserwelt „The Deep“, in der du von Haien bedroht wurdest sowie „The Castle“, in der du als Ritter agieren und dir mithilfe der Move Controller auch eine virtuelle Rüstung anlegen kannst. Für die Zukunft hat Sony große Pläne: Kurz nach der Game Developers Conference wurde ein Gamestudio in Großbritannien eingerichtet, in dem Entwickler an Spielen speziell für die VR-Brille arbeiten. So will sich Sony auf dem Gebiet der VR-Brillen von Anfang an gut mit einem Begleitprogramm kompatibler Games platzieren. Ein Merkmal der Spiele muss dabei nicht geändert werden: die Framerate. Sind Spiele mit einer Bildwiederholungsrate von 60 Hz angelegt, müssen sie nicht extra umgeschrieben werden. Die Framerates für Rendering, Scanout und Reprojektion lassen sich recht frei miteinander kombinieren; das Abstimmen übernimmt die Playstation VR und gibt die Spiele in der 120er-Framerate der Brille wieder. So wird die GPU-Belastung gesenkt. Die Spiele werden wohl ebenso speziell wie für die VR-Brille selbst auch speziell für die Playstation 4 entwickelt werden, denn Sony setzt auf die Kombination der beiden. Dennoch hat die VR-Brille auch HCMI und USB-Anschlüsse, so dass du sie außer auf der Playstation 4 auch mit dem PC nutzen kannst.

Mobilität

Kabellos geht es bei der Playstation VR nicht zu, genauso wenig wie bei den härtesten Konkurrenten Oculus Rift und HTC Vive.

Brillennutzer und Playstation VR

Deine Brille kannst du unter der Playstation VR nicht nur aufbehalten, sondern die Playstation VR auch entsprechend anpassen. So kannst du den Abstand zwischen Kopfgurt und Brille stufenlos verstellen, was für zusätzlichen Tragekomfort sorgt.

Einstellung der Sehschärfe

Der Playstation VR liegen keine extra Linsen bei wie manch anderen VR-Brillen. Die Sehschärfe kannst du also nicht einstellen bzw. anpassen. Aber das brauchst du auch nicht, denn du kannst deine eigene Brille unter der VR-Brille aufbehalten. Hast du die Playstation VR aufgesetzt, ziehst du die VR-Optik so nah wie möglich an dich heran. So erzielst du das beste Sicht-Ergebnis.

Playstation VR: Besonderheiten

Die Playstation VR denkt auch an andere. Mit dem sogenannten Social-Screen-Feature können deine Freunde sehen, was du selbst in der virtuellen Welt betrachtest bzw. erlebst. Möglich ist das durch die zwei Ausgangssignale, die erstellt werden: eines für das Headset und ein zweites für den Bildschirm. Auf diesem können dann Mitspieler in 2D verfolgen, was du in 3D machst. Auch eingreifen sollen die Mitspieler dann können. Wie genau sich das jedoch darstellen wird, hängt vom Spiel ab. Denkbar ist eine Art asymmetrisches Spielen: Der Spieler am 2D-Bildschirm könnte ebenso wie du selbst im Spiel sein und die Spielwelt dadurch beeinflussen.

Videos zu Playstation VR

In diesem Video wird die erste Version der Playstation VR (Sony Morpheus) vorgestellt:

Einen ausführlicheren Test und Besprechung der Nutzung der Playstation VR kannst du hier mitverfolgen:

Wenn du dir selbst direkt einen Überblick über die Playstation VR verschaffen willst, besuch am besten die Playstation-Seite. Auch auf Facebook und Twitter gibt es immer wieder kleine Updates zur Playstation VR – die neuesten Demos, Hinweise auf Spiele sowie Bilder und Videos zu Tests der VR-Brille.

Quellen und Social Media

Den im März 2015 vorgestellten Prototypen der Playstation VR hat Heise genauer unter die Lupe genommen, ebenso die Welt als Vertreter von Nutzern, die keine Gaming-Freaks sind.

Fazit

Die Playstation VR verspricht virtuelle Welten nicht nur zum Ansehen, sondern auch zum Anfassen und Eingreifen. Durch die Verbindung zur Playstation4 stehen tolle Spiele in Aussicht. Gleichzeitig ist die enge Verknüpfung der VR-Brille mit der PS4 aber auch ein Punkt, der Nutzer abschrecken könnte, denn eben nur in Verbindung mit der PS4 entfaltet die Playstation VR ihre wahre Größe. Es bleibt abzuwarten, ob man die VR-Brille auch über den PC nutzen kann. Doch so oder so: Die Playstation VR wird sicherlich große Verbreitung finden, denn wie es aussieht wird ihr Preis gut 350 Euro unter dem der Konkurrenz sein.

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Playstation VR Erfahrungen

  1. Ich hatte ebenfalls auf der IFA 2015 in Berlin das Vergnügen, die Playstation VR ausgiebig zu testen. Mir hat das sehr gut gefallen – man ist echt in einer anderen Welt und kann ganz tief eintauchen. Freue mich schon auf Oktober 2016!

  2. Habe die Sony auf der IFA 2015 ausprobiert (Haikäfig). Das war ein sehr beeindruckendes Erlebnis.

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