Razer OSVR

Über Razer OSVR

Status In Entwicklung
Verkaufsstart Oktober 2015
Preis Etwa 300 US$
Das „OS“ in Razer OSVR steht für „Open Source“ und das macht auch die Besonderheit dieser VR-Brille aus. Wer sie kauft, kauft ein Hacker Dev Kit und kann sich an eigene Software-Erweiterungen, Add-ons usw. machen. So kannst du dir eine Brille mit ganz eigenen Features zusammenstellen, wenn du das möchtest – oder die Brille doch einfach so nutzen, wie sie ist. Das Unternehmen hinter der Razer OSVR ist Gamern kein Fremdwort, stellt Razer doch speziell für Spieler konzipiertes Computerzubehör her. Mit der VR-Brille geht Razer einen weiteren Schritt in diese Richtung und lässt Interessierten ganz bewusst die Möglichkeit offen, die Brille mit eigenen Kreationen und Add-Ons zu veredeln.

Passform und Tragekomfort

Als VR-Brille mit eingebautem Display sieht die Razer OSVR einer Ski- bzw. Taucherbrille recht ähnlich, ist jedoch eleganter und nicht so massiv wie vergleichbare Modelle, etwa die Oculus Rift. Das liegt daran, dass Teile der notwendigen VR-Technik aus der Brille in ein kleines Zusatzgerät ausgelagert wurden, das du an deiner Kleidung befestigen kannst statt sie am Kopf mit dir herumzutragen. Für Tragekomfort und die richtige Passform der Razer OSVR sorgen verstellbare Riemen.

Gewicht

Die Auslagerung von Teilen der Technik aus der Brille in einen separaten Case wirkt sich recht positiv auf das Gewicht der Brille aus. Verschiedene Tests des Prototypen bestätigen das. Genaue Gewichtsangaben hat Razer jedoch noch nicht veröffentlicht.

Sound bei der Razer OSVR

Von sich aus ist die Razer OSVR mit Surround Sund Audio ausgestattet. Das ist ein guter Startpunkt. Durch die beiliegenden Kabel bzw. Anschlussmöglichkeiten über USB 2 und 3 kannst du aber auch im Bereich Sound eigene Wege gehen und experimentieren.

Display

Die OSVR arbeitet mit zwei Linsen statt einer. Dadurch wird die oft doch zu bemerkende Unschärfe am Rand des Displays vermieden; die virtuelle Welt kommt nahezu randlos und daher noch realer daher. Das IPS-Display selbst hat eine Größe von 5,5 Zoll und ein Sichtfeld von 100 Grad (diagonal) bzw. 90 Grad sowohl horizontal als auch vertikal. Eine Sichtfelderweiterung auf 150 Grad ist angekündigt. Die Auflösung ist mit 1.920 x 1.080 Pixeln (960 x 1.080 Pixel pro Auge) annehmbar, aber nicht top. Auch die Framerate könnte besser sein: Sie liegt bei nur 60 Frames per Second. Momentan wird auch an einer Frontplatte gearbeitet, die es ermöglicht, statt des Razer-Displays ein Smartphone zu  nutzen, das dann dort eingeschoben wird.

Tracking

Die Razer OSVR kommt mit Beschleunigungssensoren, Gyroscope und eingebautem Kompass auf den Markt. Weiteres Bewegungstracking gibt es erst seit kurzem. Du hast die Wahl, kannst dir die alte Version der VR-Brille für etwa 200 USD kaufen, oder noch mal 130 USD für ein Upgrade Kit mit IR-Kamera drauflegen.

Latenz

Ebenso wie die Framerate lässt auch die Latenz zu wünschen übrig. Die Verzögerungszeit zwischen erfolgter Bewegung (etwa Kopfdrehen) und dessen Registrierung bzw. Umsetzung in der Displayanzeige ist recht hoch. Das kann bei längerer Benutzung der VR-Brille für Schwindel und Übelkeit sorgen. Hier muss auf jeden Fall noch nachgebessert werden.

Bedienung / Controller der Razer OSVR

Add-Ons sind alles – das beweist sich einmal mehr in Punkt Bedienung/ Controller. An sich musst du auf externe Controller zurückgreifen, wenn du die OSVR trägst. Razer arbeitet allerdings mit Leap Motion zusammen, und Leap Motion wiederum hat sich auf die genaue Übertragung von Handbewegung und Gestensteuerung in Spiele spezialisiert. Ein Beispiel: Wenn du deine Hand in der Realität nach vorne stößt, gilt das etwa als Steuerungssignal für das Schleudern von Blitzen auf deinen Gegner. Mit einer zusätzlichen Leap Motion bzw. von anderen Entwicklern gelieferten App ist also bei der Razer OSVR noch einiges offen hinsichtlich möglicher Bedienung / Controller – wir sind gespannt!

Spiele und Software

Das Open Source-Prinzip der Razer OSVR gilt nicht nur für die Brille selbst, sondern besonders auch natürlich für Spiele und Software. Jeder, der Plug-Ins, Add-Ons oder Spiele-Konfigurationen entwickeln will, ist willkommen, das auch zu tun. Auch hier also zeichnen sich unbegrenzte Möglichkeiten ab. Von OSVR selbst werden aktuell Plug-Ins für die Engines Unreal Engine und Unity bearbeitet. Langfristiges Ziel von Razer ist es, eine universelle Spiele-Plattform zu schaffen statt sich mit der VR-Brille auf bestimmte Hersteller festlegen zu müssen.

Mobilität

Die Razer OSVR ist mit einem Kabel an die Hardware gebunden. Dazu kommt noch der Case mit der aus der Brille ausgelagerten Technik. In der Regel befestigst du diesen Case an deiner Kleidung. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber unserer Meinung nach die bessere Lösung im Vergleich dazu, viel Gewicht auf der Nase erdulden zu müssen.

Brillennutzer

Deine eigene Brille unter der Razer OSVR zu tragen, geht nicht so gut. Trotzdem musst du nicht auf die VR-Brille verzichten. Alternativ zu deiner eigenen Brille kannst du ein Feature der Razer OSVR nutzen, das genau dafür gemacht ist: die individuell einstellbaren Linsen.

Einstellung der Sehschärfe

Die zwei Linsen der Razer OSVR sind einzeln konfigurierbar. So kannst du die Sehschärfe individuell korrigieren und jede der zwei Linsen auf deine eigene Dioptrien-Zahl einstellen. So kannst du also auch als Brillenträger in die virtuelle Welt abtauchen.

Besonderheiten der Razer OSVR

Das Besondere an der Razer OSVR ist ihre Kompatibilität mit allen gängigen Plattformen und Geräten. Die Brille soll sowohl mit PC, Android, Linux oder Windows Phone nutzbar sein. Auch die Brille selbst ist flexibel. So kannst du u. a. statt des Brillen-Displays auch ein Smartphone oder Tablet nutzen. Zudem kannst du über den USB 3.0 sowie zwei USB 2.0-Ports beliebig viele Geräte an die Razer OSVR anschließen, seien es Scanner, 3D-Drucker,… Die Razer OSVR macht das Experimentieren leicht.

Videos

Die Razer OSVR vorgestellt von Razer selbst:

Ebenfalls auf Englisch – die angestrebte Integration von Leap Motion in die Razer OSVR:

Quellen und Social Media

Die Razer OSVR hat es nicht so mit Social Media. Wichtiger ist das Spielen an an sich, steht das doch als Leitspruch des Unternehmens: „For Gamers. By Gamers.“ („Für Spieler. Von Spielern.“) Auf mehr Infos im Internet musst du dennoch nicht verzichten. Auf dem hauseigenen YouTube-Kanal wird die OSVR-Brille vorgestellt und zum Beispiel auf PCGames ausführlich getestet. Golem berichtet über die neuesten Entwicklungen, u. a. die geplante Sichtfelderweiterung.

Fazit zur Razer OSVR

Die Razer OSVR hat es in sich: viele Möglichkeiten der Erweiterung und plattformübergreifende Anwendung. Es bleibt also nicht nur spannend zu sehen, was die Brille selbst alles kann, sondern vor allem auch, welche Add-Ons sich entwickeln und zur Verfügung stehen werden. Wenn du selbst gerne Sachen ausprobierst oder nicht an eine Plattform bzw. ein bestimmtes Gerät gebunden sein willst, ist die Razer OSVR wie gemacht für dich.

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