Virtual Reality erlaubt Produkttests ohne Produkt

Virtual Reality erlaubt Produkttests ohne Produkt

VR wird für das Marketing immer wichtiger. Immerhin erlaubt es die Technik, virtuelle Produkte auszuprobieren. Canon, Audi und Ikea machen es vor.

Der Camera Simulator von Canon für die Oculus Rift erschien am zweiten November. Mit der Anwendung können User drei verschiedenen Kameras sowie Objektive von Canon in der virtuellen Realität testen. Das sind die EOS 5D MkIII, die Canon EOS 1D X und die Canon EOS 70D. Bei den drei virtuellen Objektiven handelt es sich um zwei Zoomobjektive mit 24-105mm f/4 und 70-200m f/2.8 sowie einem Festbrennweitenobjektiv mit 50mm f/1.4 .

Fotografieren in VR mit allen Features

In der VR-App befindet sich der Fotograf in einer Naturszenerie mit Bäumen, Bergen usw. Er kann die Kamera wählen und das Objekitv. Außerdem lassen sich ISO, Auslösezeit und Blende einstellen. Selbst Bewegungsunschärfe und Bokeh-Effekt werden mit simuliert. Nach der Aufnahme kann das Foto mit der Lieblingssoftware ganz real am PC bearbeitet werden. Natürlich ersetzt das nicht einen vollwertigen Test unter realen Bedingungen, aber der Fotograf kann sich schon auf bestimmte Kamera-Objektiv-Kombinationen einschießen. Außerdem trägt es zur Bekanntheit der Marke bei. Gut, die ist bei Canon eh schon gegeben.

Marketing der Zukunft

Auch Audi führt in ausgewählten Autohäusern seinen hochpreisigen Wagen virtuell vor. So kann der Kaufreiz schon dort ausgelöst werden. Allerdings sind die Autos sehr hochwertig gerendert und erfordern leistungsstarke Hardware. Fürs private Testen gibt es die Software leider nicht. Und auch die Möbelspezialisten von Ikea setzen auf VR. Hier können die Kunden Küchen ausprobieren. Das funktioniert mit der HTC Vive und macht dann richtig Spaß. Dank der Roomtracking-Funktion der VR-Brille, kann sich der Nutzer in der Küche frei bewegen und sogar in die Schränke und Schubladen schauen.

Das denken wir von ARVRZone.com

Für das Marketing eröffnet VR jetzt schon reale Möglichkeiten. Hotels bieten virtuelle Führungen an, Möbelhäuser lassen ihre Produkte erkunden und Kamerahersteller erleichtern ihren Kunden die Vorauswahl. Natürlich muss die Technik noch in den Wohnzimmern ankommen, doch diesbezüglich wird im nächsten Jahr sicher viel passieren.

 

Bild: Screenshot App-Video

(tk)