Virtual Reality: So kann die Zukunft aussehen

Virtual Reality: So kann die Zukunft aussehen

Wie die Zukunft von VR aussehen kann, verriet nun Alvin Wang Graylin, President von HTCs Vive Abteilung in China. Bei seinen Ausführungen bezog er sich nicht nur auf das eigene VR-System.

Alvin Wang Graylin gehört zu den Menschen, die Visionen haben. Und auch wenn Skeptiker, diese Leute gern zum Arzt schicken, so sind es doch Visionäre, welche die Entwicklung voranbringen. Wobei die meisten Aussagen des Chefs der Chinaabteilung von HTC Vive sehr wahrscheinlich sind, andere klingen spektakulärer.

Das soll 2017 bringen

Zunächst soll es im nächsten Jahr mehr als 10000 VR-Titel geben. Diese Zahl klingt hoch, ist trotzdem nicht unwahrscheinlich. Ihr müsst nur an die App-Schwemme denken, die mit den ersten Smartphones einsetzte. Auch glaubt Graylin, dass die Zahl der verkauften VR-Ready-PCs die Zahl der normalen Bürocomputer übersteigt. Davon abgesehen werden die Zweitgenannten eh kaum noch gekauft. Dank neuer Entwicklertools und Kameras wird der durch Nutzer generierte Content ebenfalls sprunghaft ansteigen. VR wird für die Bildung immer wichtiger und VR Werbung wird den Entwicklern endlich Geld einbringen. Auch geht der chinesische HTC Vive Chef davon aus, dass im nächsten Jahr mehr als 50 Millionen VR-Headsets verkauft werden und sich die Systeme als Statussymbol beim Konsumenten etablieren. „Hey Alter, wie groß ist denn Deine Vive? Meine ist größer!“

Das soll 2018 bringen

Blockbusterfilme in VR werden die Massen begeistern und die Menschen zum Kauf von Headsets animieren. Auch wird es VR-Ready Micro-Apartments geben. In diesen kleinen Wohnungen sind Trackingsensoren für das Roomscale bereits fest verbaut. So können deren Bewohner ihre eigene Wohnung virtuell beliebig erweitern und müssen keine Angst haben, in der Realität gegen Wände zu rennen. Das erste Mixed Reality System wird 2018 ebenfalls erscheinen und völlig neue Möglichkeiten bieten. Das Arbeiten in VR wird normaler. Arbeiter müssen ihre Wohnung dazu nicht verlassen. VR-Shopping wird zum Standard werden und soziale Plattformen werden VR-Erfahrungen bieten. Außerdem erobern VR-MMORPG-Spiele den Markt.

Generelle Entwicklungen

Damit sich die VR-Technik generell durchsetzen kann, müssen weitere Entwicklungen stattfinden. Dazu gehören neue Geschäftsmodelle, um Gewinne zu erzielen, Killer Apps und Killer Content sowie natürlichere Benutzerschnittstellen. Des Weiteren müssen sich die Displays verbessern und KI muss noch mehr integriert werden. Außerdem sollte der Energieverbrauch abnehmen und die Leistung sich gleichzeitig verbessern. Besser Akkus, höhere Internetgeschwindigkeiten und schnellere sowie größere Speicher sind ebenfalls sehr wahrscheinlich.

Wir sind gespannt, was alles eintreten wird und was nur eine Vision bleibt.

Bild: pixabay.com

(tk)