Virtuix Omni

1 Erfahrungsbericht

Virtuix Omni

Status Für Konsumenten verfügbar
Verkaufsstart Vorbestellungen möglich; Auslieferung Ende 2015 geplant
Preis 700 USD (plus 100-200 USD Versand)
Anderthalb Jahre hat es vom Kickstarter-Projekt zur Marktreife gedauert. Im Sommer 2013 wurde die Finanzierungsziel auf Kickstarter innerhalb kürzester Zeit erreicht; seit Anfang 2015 nun ist der Laufbandcontroller Virtuix Omni vorbestellbar und soll Ende 2015 auch ausgeliefert werden. 65 Kilo erhältst du dann im Paket – nicht gerade wenig, aber auch nicht so viel, dass du dir Sorgen machen musst, durch die Decke zu brechen, wenn du so richtig loslegst. Der Laufbandcontroller besteht aus einer kreisförmigen, mittig abgesenkten und segmentierten Kunststoffplatte, die einen halben Meter Durchmesser misst. Das ist nicht viel Platz und weist schon darauf hin, dass der Virtuix Omni kein Laufband im eigentlichen Sinne ist, sondern eher ein Laufstall. Nicht das Band bewegt sich unter dir, sondern du trittst auf der Stelle. Das ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Sobald du dich aber darauf eingestellt hast und in die virtuelle Welt deiner Wahl abgetaucht bist, vergisst du fast, dass du dich etwas komisch bewegst, denn das Resultat kann sich sehen lassen. Mit dem Virtuix Omni kannst du in alle Richtungen rennen, laufen, gehen, dich drehen, springen, hocken, sich setzen… Grenzen werden dir dabei nur vom Haltegurt gesetzt, der andererseits aber natürlich vonnöten ist, um dich sicher auf dem Laufbandcontroller zu halten. Neben der Halterung sind noch spezielle Schuhe erforderlich, an denen Sensoren (PODs) befestigt sind, die deine Bewegungen aufzeichnen und an den Rechner weiterleiten. Schuhe, Gurt, Sensoren – all das ist im Virtuix Onmi-Paket aber enthalten, das dich so komplett 700 USD (plus ca. 100-200 USD Versand) kostet.

Bedienung

Bevor du den Laufbandcontroller das erste Mal in VR nutzen kannst, braucht es etwas Geduld und Übung. Das Auf-der-Stelle-laufen fühlt sich erst mal ungewohnt an, auch wenn die mittig abgesenkte Form der Laufbandplatte dafür sorgt, dass du Füße doch recht natürlich wie beim echten Gehen aufsetzt. Ungewohnt bleibt es trotzdem. Virtuix Omni gibt dir aber Zeit, dich darauf einzustellen, verlangt es sogar: Damit die Sensoren an den Schuhen deine Bewegungen korrekt aufzeichnen, musst du sie „einlaufen“, also auf der Stelle treten. Die Sensoren der Schuhe zeichnen Vorwärtsbewegungen in alle Richtungen auf, dazu Rückwärts- und Seitwärtsbewegungen sowie Drehungen und Sprünge. Die Bewegungsdaten werden per USB oder Bluetooth an deinen Rechner geschickt, der sie dann weiterverarbeitet (der Laufbandcontroller wird dort als externes Eingabegerät erkannt). Eine Verarbeitung direkt an einer Spielekonsole ist momentan noch nicht möglich. Ein weiteres, kleines Manko: Noch musst du dich entscheiden, ob deine VR-Brille oder Virtuix Omni die Hauptrichtung angeben soll. Kopf und Körper werden getrennt aufgezeichnet. Wenn du also z. B. nach rechts schaust und auch eigentlich dorthin laufen willst, musst du dem Laufband das noch extra durch eine Drehbewegung vermitteln. Für deine Sicherheit und Stabilität während des Spielens sorgen sowohl ein Ring und ein Haltegurt. Der Ring ist am Laufband angebaut (er kann zum Verstauen des Geräts aber abmontiert werden). Der Haltegurt bzw. „Harness“ ist optional, wird aber empfohlen anzulegen. Keine Sorgen: Beide Halterungen sind so konstruiert, dass sie dich zwar stützen, nicht jedoch in deiner Bewegungsfreiheit einschränken. Im Gegenteil: Lehnst du dich z. B. gegen den Ring nach hinten, simuliert das ein Sitzen bzw. unterstützt dich beim Rückwärtslaufen.

Besonderheiten von Virtuix Omni

Wenn du den Virtuix Omni so oft genutzt hast, dass deine Schuhe durchgelaufen sind, kannst du neue Schuhe sowie die dazugehörigen Sensoren separat nachkaufen. Ein Paar Schuhe kostet 60 USD, ein einzelner Sensor (zwei werden benötigt) 80 USD. Die Sensoren sind nicht schuhgebunden; du kannst sie auch an anderen Geräten befestigen und nutzen. Dazu braucht es kein angepasstes SDK. Die Sensoren-Firmware ist mit allen für VR aufbereiteten First-Person-Spielen nutzbar.

Videos

Virtuix Omni-Gründer Jan Goetgeluk stellt den Laufbandcontroller vor:

Wie du am besten rennst, springst, sitzt, hockst usw., zeigt dir folgendes Video:

Fazit zu Virtuix Omni

Ein gewisser Laufstalleindruck kommt schon auf, wenn man Nutzer im Virtuix Omni agieren sieht. Oder, wie Heise in seinem Bericht zum Marktstart des Laufbandcontrollers Anfang 2015 sagte: „Sieht dämlich aus, funktioniert aber“. Dem können wir nur zustimmen. Der Virtuix Omni lässt dich durch VR marschieren, rennen, springen, spazieren – das ist toll und seine 600 USD wert. Wir sagen: Raus aus dem Sessel, rein in den Stall!

Virtuix Omni Erfahrungen

  1. Einfach nur super

Dein Erfahrungsbericht

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Deine Bewertung:
Bitte zuerst Tipps zu Erfahrungsberichten lesen